Die historische Universitätsstadt COIMBRA

Kurzinformationen über die Universitätsstadt Coimbra:

Die Universität von Coimbra, die Oberstadt (Alta) und die Rua Sofia gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die rund 30.000 Studenten prägen die Atmosphäre der Stadt. Die zahlreichen Bars, Kneipen und Restaurants bieten ein vielfältiges kulinarisches Angebot.

Coimbra war lange von Mauren und Christen umkämpft und bis zum 11. Jahrhundert eine bedeutende Handelsstadt. Von 1139 bis 1256 war sie sogar die Hauptstadt von Portugal. Heute ist sie vor allem als Universitätsstadt bekannt und war im Jahr 2003 die Kulturhauptstadt Portugals.

Die Studienabgänger feiern immer im Mai das farbenfrohe Fest Queima das Fitas (Verbrennen der Bänder). Die mit schwarzen Umhängen bekleideten Studenten singen dann mit viel Gefühl den Fado de Coimbra.

Mit dem Fado de Coimbra, einer studentischen, strengeren, und nur von Männern gesungenen Spielart des Fado, brachte die Stadt eine eigene Musikrichtung hervor. Nicht zuletzt dank der großen Zahl Studierender, und dem entsprechenden kulturellen Leben in ihren Republicas und in der Stadt allgemein, brachte Coimbra auch immer wieder bedeutende Namen der breitgefächerten portugiesischen Musiklandschaft hervor. So stehen Namen wie José Afonso und Adriano Correia de Oliveira für einen erneuerten Fado de Coimbra und eine Liedermacher-Tradition des Protestliedes, während spätere Bands wie É Mas Foice oder Tédio Boys Keimzellen einer Reihe von Independent-Bands wurden, als Ausdruck eines lebendigen Underground in vielen Bereichen der Kunst. Anaquim sind ein Beispiel für eine Band, die u. a. Folklore, Fado und Indierock kombiniert.

Der Fado „April in Portugal“, der ursprünglich Ende der 1930er Jahre geschrieben und als „Coimbra“ veröffentlicht wurde, gilt als eines der weltweit am häufigsten aufgenommenen portugiesischsprachigen Lieder.
(Quelle: Portugal 360° —>Coimbra)


“April in Portugal”, interpretiert von Amália Rodrigues